Balkonkraftwerk: der einfachste PV-Einstieg
Seit 2024 dürfen Balkonkraftwerke bis 800 W ohne Elektriker-Anmeldung ans Netz. Ideal für Mieter, kleine Balkone und alle, die klein anfangen wollen.
Was Balkonkraftwerk bedeutet
1 oder 2 Solarmodule (à 400 W), ein Wechselrichter, eine Steckdose (Schuko oder Wieland). Fertig. Der Wechselrichter wandelt Gleichstrom in 230 V Wechselstrom um und speist ihn in die Hausleitung ein — die Wattzahl wird automatisch von hausinternen Verbrauchern (Kühlschrank, Standby, Router) verbraucht. Ihr Zähler zählt entsprechend weniger.
Rechtliche Regeln 2026
- Bis 800 W Wechselrichter-Leistung erlaubt (vorher 600 W)
- Bis 2.000 W Modulleistung erlaubt (verschattung-freier Peak)
- Anmeldung im MaStR pflicht (kostenlos, 10 Min. online)
- Vermieter-Zustimmung pflicht — aber Vermieter darf nicht grundlos ablehnen (§ 554 BGB, ab 2024 klargestellt)
- Zähler muss Zwei-Richtungs-Zähler sein — bei alten Ferraris-Zählern Tausch nötig (kostenlos vom Netzbetreiber)
Preise 2026
| Setup | Preis |
|---|---|
| Basis: 1 Modul 400 W + Wechselrichter | 250 – 400 € |
| Standard: 2 Module 800 W + Wechselrichter | 450 – 700 € |
| Mit Halterung Balkonbrüstung | +80 – 150 € |
| Mit Steuer-App und Speicher (mini 1 kWh) | +400 – 800 € |
Ertrag und Amortisation
2-Modul-Setup (800 W) mit Süd-Ausrichtung: 600 – 800 kWh/Jahr. Bei Eigenverbrauch (30-40 ct/kWh): 180 – 320 € Ersparnis. Amortisation: 3 – 4 Jahre. Danach 10+ Jahre praktisch gratis Grundlast.
Wo installieren
- Balkonbrüstung Süd: optimal — Halterungen ab 40 € im Baumarkt
- Terrasse aufrecht: etwas weniger Ertrag, sehr flexibel
- Garten frei aufständern: optimal, aber Diebstahl-Risiko
- Ost-Balkon plus West-Balkon: beide bestücken — gleicher Ertrag wie Süd, längere Nutzungszeit
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